11. Oktober 2020
Punktestand: 0 : 0

Spielbericht

Auch wenn die Frauen des FCOP bereits beim ersten Angriff mit einem beherzten Weitschuss auf das Tor des FC Bühler versuchten, die Vorgabe von Trainer Memo Ulas umzusetzen, war es zunächst das Heimmteam, das in der Anfangsphase mit aggressiver und körperbetonter Spielweise die Gäste in Bedrängnis brachte. In der 10. Minute kam die linke Aussenläuferin Sarina Fritsche nach einem Absatztrick frei zum Abschluss, den durch Lucia Zuberbühler unzureichend abgewehrten Ball konnte Melina Wild aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung einschieben – Man hätte durchaus auch auf Stürmerinnenfoul entscheiden und den Treffer annullieren können.

Mit einem Doppelpack in der 13. und 15. Minute gelang es den Gästen innert kurzer Zeit das Spiel zu drehen. Zuerst erzielte Münever Akyol per Kopf den Ausgleich, als sie nach einem durch Melanie Egli perfekt geschlagenen Freistoss im Strafraum an der richtigen Stelle stand und zum 1:1 einnickte. Lediglich zwei Minuten später erkämpfte sich Nina Haag unmittelbar vor dem gegnerischen Strafraum, als sich Innenverteidigerin und Torhüterin nicht einig waren, den Ball und konnte diesen zur 1:2 Gästeführung im verwaisten Tor unterbringen. In der 23. Minute baute der FCOP die Führung weiter aus. Nach einem durch Melanie Egli getretenen Eckball konnte Hannah Weber überlegt zum 1:3 abschliessen, nachdem die Hintermannschaft des Heimteams den Ball nicht entschlossen genug aus der Gefahrenzone brachte.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt, indem er das Tackling von Micaela Winter gegen die steil angespielte Melina Tzikas als Foulspiel ahndete. Insgesamt eine harte Endscheidung, da Micaela Winter zuerst den Ball wegspitzeln konnte. Simone Scherrer liess sich die Chance nicht entgehen und verwandelte den Strafstoss sicher zum 2:3 Anschlusstreffer.

So ging es mit einer knappen Führung der Zürcherinnen – nach einer hektischen ersten Halbzeit – in die Pause. Vor allem Münever Akyol war einige Male Ziel von Melina Tzikas, die ohne Aussicht auf Ballgewinn sich jeweils nur mit einem nicht geahndeten Foulspiel zu helfen wusste.

In den ersten Minuten nach der Pause startete erneut der FC Bühler druckvoller, ohne jedoch zu klaren Torchancen zu kommen. Mit der ersten Chance in der zweiten Spielhälfte bauten die Zürcherinnen die Führung weiter aus. Nach einem abgeblockten Ball und dem durch Melanie Egli getretenen Eckball, konnte das Heimmteam wie beim dritten Treffer der Zürcherinnen den Ball nicht endscheidend klären und so erhöhte Münever Akyol in der 52. Minute mit ihrem zweiten Kopfballtor das Score ungehindert auf 2:4.

Nach der erneuten Zweitoreführung kam ins Spiel der Gäste mehr Ruhe rein und nach einer Stunde führte ein durch Lucia Zuberbühler ausgelöster Angriff zur endgültigen Endscheidung: Den per Abschlag weit gespielten Ball konnte Giuliana Rosato mit dem Kopf mustergültig in den Lauf der sträflich alleine gelassenen Münever Akyol weiterleiten. Nach ihrem Flügellauf brachte sie den Ball perfekt zur Mitte, wo Nina Haag mit einer Direktabnahme ihr zweites Tor zum 2:5 erzielte. Mit zwei weiteren Treffern in der Schlussviertelstunde konnte der FCOP die Führung weiter ausbauen. In der 77. Minute machte Sofia Bösch auf Pass von Carina Roscic das halbe Dutzend voll. Fünf Minuten vor Schluss setzte die zehn Minuten zuvor eingewechselte Sonia Donati den Schlusspunkt. Nach dem Querpass von Carina Roscic schloss Giuliana Rosato nicht selbst ab (und verzichtete damit auf die versprochene Bratwurst) sondern leitete den Ball weiter zu Sonia Donati, die aus kurzer Distanz zum 2:7 Schlussresultat einschieben konnte.

Mit FCOP konnte sich die spielerisch bessere Mannschaft durchsetzen, die Gäste wurden aber vom FC Bühler bis zum 2:4 kämpferisch gefordert. Mit diesem Sieg haben die Frauen des FCOP den Anschluss zur Spitze halten können. (mr)

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