FCOP Männer 3 – FC Zürich-Nord

18. Juni 2017
Punktestand: 13 : 1

Spielbericht

Es ist immer traurig, wenn Beziehungen zu Ende gehen. Aber wenn es schon so sein muss dann mit Style und zu Schluss wird noch einmal richtig abgetanzt!

Das Score eröffnen, Hattrick innerhalb von 35 Minuten, Penalty so eiskalt verwandeln, dass durch den Temperaturschock der Torhüter zu einer Säule erstarrte, 5(!) Tore zum Endstand von #13:1 erzielen, von den Fans geliebt von den Gegnern gefürchtet. Böses Abschlussauftritt fürs Drüü hatte mehr Emotionen, Explosionen, Kitschmomente und Porno als ganz Hollywood in einem Jahrzehnt produziert.

Von der ersten Minute an übernahm Oerlikon gegen einen Gegner, der dezimiert antrat, das Spieldiktat. Nach den ersten fünf Minuten hatten die Hausherren ebenso viele Torabschlüsse. Doch Torabschlüsse sind nichts wert wenn der Ball nicht die Linie überquert. Und das weiss am besten Böse. Als trocknete er in der 8. Minute kurz drei Verteidiger so krass ab, dass diese trotz der Hitze den ganzen Tag nie mehr Schwitzen konnten, und schob den Ball zum 1:0 ins Tor. Damit waren die Dämme gebrochen. Das Stürmerduo Böse/D. Cabalzar wechselt sich bei den Toren bis zum 4:0 anständig immer wieder ab. Das 5:0 bedeutete gleichzeitig Hattrick Böse! Und Pausenresultat.

Die zweite Halbzeit startete gleich mit einem Kracher. Brustannahme und Volleyabschluss aus 30 Metern waren nicht das Werk von einem überbezahlten Fussballstar, sondern von Pumi. Vielleicht war das auch der Grund warum der Ball nicht in, sondern knapp über das Tor flog. Doch dieser Schuss zeigte gleich zum Beginn der zweiten Halbzeit, das Oerlikon noch nicht satt war. Besonders hungrig zeigte sich Kececi, der sein Comeback im Drüü feierte. Erstes Tor mit einem Lob, zweites Tor eine Direktabnahme und Lob nach einem perfekten langen Ball von Boner und den Hattrick mit einem Weitschuss vollendet. Warum geht jemand noch Filme schauen wenn das OP3 solche Geschichten schreibt?

Und damit ist noch immer nicht Schluss mit besonderen Geschichten an diesem Fussballnachmittag. Letztes Spiel, s‘Stängeli schüssä und das mit einem Volley mit dem schwächeren Fuss …? Gibt es nicht, denkst du jetzt, dann kennst du Pren Lleshi nicht! Nach seinem Kracher musste der Schiedsrichter noch kurz kontrollieren, ob das Netz noch ganz ist. Und wer wechselte Lleshi zur richtigen Zeit auf die richtige Position ein? Der ebenfalls abtretende Meier, der leider nicht Fussball spielen konnte, aber als Taktikfuchs an der Seitenlinie Rasenschach in Perfektion vollzog. Auch noch ein Tor erzielen durfte C. Cabalzar, der somit mehr Tore als Trainings in dieser Rückrunde auf seinem Konto hat. Den Schlusspunkt zum #13:1 setzte Fejry, nach dem er gefühlte 25 Torvorlagen für seine Mitspieler rausgespielt hatte.

Zu erwähnen ist noch, dass fast jeder Spieler des FC Oerlikon/Polizei mehr als einmal seinen Fuss oder Kopf bei einer Offensivaktion im Spiel hatte. Die Aussenläufer sorgten für Tempo auf den Seiten und wurden dabei von den Aussenverteidigern immer wieder unterstützt. Die beiden zentralen Mittelfeldspieler lieferten eine Vorlage um die andere. Und selbst die Innenverteidiger waren mehr in der Offensive, als dass sie defensiv klären mussten. Nur der Torwart war meistens in der der eigenen Platzhälfte und deshalb sozusagen der Zuschauer mit dem besten Blick auf dieses Spektakel. Und somit gab es bei diesem Spiel und Resultat viele unglaubliche individuelle Geschichten, aber am Schluss war dieser Sieg auch eine sehr gute Teamleistung zu welcher jeder Spieler seinen Teil beitrug!

Genauso war das Austrinken der 4.5 Liter Wodkaflasche eine Teamleistung, aber das gehört ja eigentlich nicht in einen Matchbericht…

Die dritte Mannschaft des FC Oerlikon/Polizei bedankt sich bei allen, die uns an diesem letzten Spieltag und auch schon während der ganzen Saison als Zuschauer, Speaker, Fotograf oder sonst wie unterstützt haben! Bis zur nächsten Saison! (FvR)